Marchesi Frescobaldi: fast tausend Jahre Toskana

Manche Familien erzählen Italien nicht – sie haben es mitgeschrieben. Die Marchesi Frescobaldi bewirtschaften die Toskana seit fast tausend Jahren – eine Geschichte von Florenz, Kunst und Erde, die sich heute in ihrem Olivenöl und ihren toskanischen Spezialitäten wiederfindet.

Eine Geschichte, die um das Jahr 1000 beginnt

Die Familie Frescobaldi tritt um das Jahr 1000 in Florenz in Erscheinung. Zunächst Kaufleute und Bankiers – sie waren sogar Schatzmeister der englischen Krone –, prägten sie die Stadt nachhaltig: Ihnen verdankt man eine der ersten Brücken über den Arno, die Ponte Santa Trinita, und ein künstlerisches Mäzenatentum im Zeitalter der Renaissance. Dreißig Generationen später ist der Name untrennbar mit der Toskana verbunden.

Der Wein – und die Erweiterung zum toskanischen Geschmack

Schon zu Beginn des 14. Jahrhunderts erzeugen die Frescobaldi Wein und beliefern die europäischen Höfe. Als Visionäre führen sie ab 1855 in der Toskana damals unbekannte Rebsorten ein. Dieses Weinerbe – mit Gütern auf den schönsten toskanischen Terroirs – zeugt von derselben Philosophie: jede Erde achten und ihre Vielfalt ausdrücken. Denselben Anspruch findet man in ihrem Öl.

Das Laudemio: das Olivenöl der Frescobaldi

Seit Jahrhunderten pflegt die Familie auch den Olivenbaum, auf Hunderten von Hektar in Höhenlagen zwischen 200 und 500 Metern. Im Herbst werden die Oliven früh, vor der Reife, geerntet, um ihre smaragdgrüne Farbe und aromatische Frische einzufangen, und dann innerhalb weniger Stunden in der hauseigenen Mühle am Castello Nipozzano gepresst. Nur das Öl mit den besten sensorischen Eigenschaften wird ausgewählt. Das Ergebnis ist ein lebendiges, kräutriges und elegantes Öl, sinnbildlich für den toskanischen Stil.

Tradition und Nachhaltigkeit

Bei Frescobaldi ist der Respekt vor dem Land kein Slogan: Die Güter wenden die Grundsätze einer integrierten, nachhaltigen Landwirtschaft an. Es ist die Überzeugung, dass große Qualität nur aus einer bewahrten Umwelt entstehen kann – ein Gedanke, der hier seit dreißig Generationen weitergegeben wird.

Wie man es bei Tisch genießt

Ein toskanisches Öl dieser Art genießt man roh: auf Bruschetta, einer Gemüsesuppe (der berühmten Ribollita), gegrilltem Fleisch oder einfachem Saisongemüse. Wie Sie es richtig auswählen und lagern, lesen Sie in unserem Olivenöl-Ratgeber.

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